Bis ans Ende der Welt – Eine Reise nach Irland

irland-1Bis ans Ende der Welt – früher war das mal Irland. Der letzte Winkel Europas. Wo man im Westen so herrlich lang aufs Meer schauen kann, alle geographischen Kenntnisse beiseite wischt und sich vorstellt, dass dort hinterm Horizont kein Land mehr kommt. Ein guter Ort, um mal ein paar Dinge klarzukriegen und die nächste Etappe zu planen.

Bis ans Ende der Welt – über die Jahrhunderte wollten die Iren selbst dorthin. Im Frühmittelalter zogen irische Mönche als Missionare durch ganz Europa, später wanderten Millionen aus, weil es Zuhause keine Perspektive gab. Ein Land mit einer reichen Glaubensgeschichte und Kirchenkultur. Ein guter Ort, um sich inspirieren zu lassen, wofür man selbst losziehen würdest, oder was einen von Zuhause raustreibt. Ein guter Ort für eine Exerzitienreise – organisiert durch die Berufungspastoral im Bistum Aachen.

irland-220 junge Menschen zwischen 17 und 23 Jahren nutzten Anfang Oktober eine Woche an der irischen Westküste, um in persönlichen Lebensfragen weiterzukommen und sich Fragen nach der eigenen Berufungs- und Berufsentscheidung zu stellen. Begleitet wurden sie von Renate Heyman und Christian Schröder aus dem Team der Berufungspastoral sowie Pastoralassistent Christian Deppe. Den Großteil der Fahrt verbrachte die Gruppe im County Kerry in einem Selbstversorgerhaus, von wo aus Tagestouren an der Küste entlang führten. Die raue, aber wunderschöne Landschaft auf der Halbinsel Dingle oder an der berühmten Steilküste der Cliffs of Moher waren immer wieder Kulisse und Inspiration für Gespräche unterwegs. Im Zentrum der gemeinsamen Gebetszeiten standen immer wieder Heilige aus der irischen Kirche wie etwa Patrick oder Columcille. Neben der Landschaft wurde so auch die Eigenarten des irischen Christentums Inspiration für den eigenen Berufungsweg.

irland-3Die letzten beiden Tage der Fahrt verbrachte die Gruppe in der Hauptstadt Dublin – einer jungen, studentisch geprägten Metropole. Beim Abschlussgottesdienst im ehemaligen Missionscollege All Hallows kam die Frage auf, die die Teilnehmer auch mit zurück nach Aachen, in ihre Schulen und an ihre Universitäten nehmen wollten: „Wozu bist DU gesendet?“